
Habe ich Gäste, ist ein Ausflug zum Höhengasthaus Haldenhof ein Muss: Einen schöneren Ausblick auf den Bodensee und das Alpenpanorama gibt es in der Überlinger Gegend kaum. Besonders beeindruckend ist die Aussicht, wenn klares Wetter oder sogar Föhn herrscht, denn dann erscheinen die Berge zum Greifen nah.
In der Vergangenheit war der Hof einst Wirschaftshof für die nahegelegene Burg Hohenfels und wurde mit Aufkommen des Fremdenverkehrs ein immer beliebteres Ausflugsziel. Die Küche ist gut bürgerlich und ehrlich gesagt nicht unbedingt ein kulinarisches Highlight. Aber hierhin kommst du alleinig wegen der Natur und dem herrlichen Panorama.
Die beste Zeit für einen Besuch ist für mich am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen, der Käsekuchen ist hausgemacht und extremst lecker. Süß finde ich die Bemerkung in der Speisekarte, dass Kinder Salat essen sollen und deshalb gibt es für 50 Cent einen Kindersalat. Dafür gibt es von mir beide Daumen hoch.


Sollte das Wetter einmal umschlagen und es zu kalt sein, um auf der Sonnenterrasse zu sitzen, bietet sich der Gastraum an, der einer Guten Stube gleicht. Es hängen zwar viele tote Tiere an der Wand, was nicht jeder mag, aber es passt hier herein und das Ambiente ist urig und heimelig. Alles ist auch sehr sauber und ansprechend. Und alle Bedienungen sind bei diesem Knochenjob unheimlich sympathisch und flink.


Für Familienfeiern ist der Haldenhof gut gerüstet, kann man doch nach dem letzten Absacker gleich in die Gästezimmer torkeln und hoch oberhalb des Sees bis zum Frühstück die Betten testen. Sind Kinder dabei, sind sie auf dem Spielplatz gut aufgehoben und können dich ausschlafen lassen.

Hinter der bewirtschafteten Sonnenterrasse befindet sich eine große Wiese mit Liegestühlen. Dort faulenzt es sich famos und mit einer Erfrischung von der Theke noch besser. Ich finde, wenn die Wirtsleute schon so nett sind, es dir wirklich gemütlich zu machen, sollte man das auch honorieren und etwas verzehren und nicht nur die Gegend bewundern.

Fazit: Ein Muss für alle Besucher des Sees, besonders schön bei Föhn. Gelungenes uriges und sauberes Ambiente. Extrem leckerer Käsekuchen, super nette Bedienungen, die im Stress die Ruhe bewahren.
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Wie? Das kleine beschauliche Meersburg am Bodensee hat einen Concept-Store? So einen, wie es im hippen Hamburg oder Berlin gibt? Tatsächlich!
In Meersburg führt die Chefin Frau Messerle den wunderschönen Laden “Zierat” mit einer hochwertigen Kombination aus Mode, Wohn-Accessoires, frischen Blumen und Café. Und das schon seit 8 oder 9 Jahren in dieser Kombination, in der Steigstrasse 19, im Schatten der Burg.




Der Laden ist etwas ganz besonderes in Meersburg. Sobald ich eintrete, bin ich tiefenentspannt und freue mich darauf, nette Kleinigkeiten zu entdecken und tolle Kombinationsmöglichkeiten von Altem und Neuem zu finden. Oft bekomme ich ganz ungewohnte Anregungen, wie ich etwas, das ich schon besitze, mit etwas aus dem Store zu arrangieren, so dass ein neuer origineller Look entsteht.
Dies ist kein seelenloser Andenkenladen mit den typischen Mitbringseln des Sees. Es gibt Gottseidank keine Kaffeetassen mit dem Bodenseelogo, T-Shirts mit Billigdrucken oder, am schlimmsten, Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald. Alles hat Stil, ist individuell ausgesucht worden und etwas, was man sich auch zu Hause gerne noch anschaut oder in die Hand nimmt.



Hier kann der (Ehe-)mann in Ruhe seinen leckeren Espresso trinken, während wir Frauen in den neuesten hochwertigen Kollektionen von Marc Aurel, Rich & Royal oder Yaya stöbern. Für die Kinder gibt es währenddessen Fritz Cola oder Schokolade am Stiel. Für mich selber bestelle ich gerne einen Chai, Tiger Spice, wahlweise mit Zimt, ohne Zucker, mit Ahornsirup oder Green Tea. Es gibt schließlich 8 verschiedene Sorten. Der Kuchen kommt von einem ansässigen Bäcker, morgens geliefert und für jeden Geschmack etwas dabei. Es reicht vom Brownie, über Rhabarber-Baiser bis zum Käse-Mohnkuchen.
Und während die Blicke in den vielen Räumen umherschweifen, findet man sicherlich noch das ein oder andere Accessoire für Zuhause oder als Geschenk für die Daheimgebliebenen. Die vielen verwinkelten Räume werden oft neu dekoriert, den aktuellen Trends entsprechend oder gemäß der Jahreszeiten und es kommt mehrmals wöchentlich neue Mode, immer schön präsentiert und mit den passenden Tüchern, Ketten und Schals arrangiert. Die Auswahl ist nicht so groß, aber dadurch, dass es speziell ausgewählte Kleidungsstücke sind, die es nicht überall gibt, kaufe ich hier viel lieber ein als in den großen Läden, die immer die ewig gleichen Marken führen.


Übrigens gibt es auch einen wunderschönen Garten unterhalb des Hauptgeschäftes, in dem man zwischen Blumen, Brunnengeplätscher und Gartendeko-Elementen sitzen und Kaffee trinken kann. Angegliedert ist das Blumengeschäft für alle, die einen grünen Daumen besitzen. Und für diejenigen, die keinen besitzen, erklärt Geli, die nette Gartenfachfrau, gerne den fachgerechten Umgang mit ihren Blumen und Pflanzen, so dass man noch lange Freude an ihnen hat.
Geöffnet hat der Zierat täglich von 10.00 h bis 18.00 h, Samstags bis um 17.00 h und Sonn- und Feiertags von 11.00 – 17.00 h.
Ha, und das Beste kommt zum Schluss: Weil der Concept Store so schön ist, gibt es seit diesem Monat einen Ableger in Langenargen! Also nichts wie hin!!
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Für manche Aufenthalte oder Auszeiten am See ist das klassische Hotel einfach nicht gut genug. Wer seinen 1. unvergesslichen Hochzeitstag plant; nochmals ausspannen möchte, bevor er die nächste Stufe auf der Karriereleiter erklimmt oder einen alles andere als langweiligen Mutter-Tochter-Urlaub am Bodensee verbringen möchte, ist im Boutique Hotel Helvetia in Lindau bestens aufgehoben.
Hier ist es dem Gastgeber-Ehepaar Nitsche gelungen, ein unvergleichliches Ambiente zu schaffen. Wärme, Gastfreundlichkeit und Authentizität – diese Worte beschreiben die Eigentümer als auch ihr Haus aufs Beste. Auch wenn das wie aus dem Werbeprospekt entnommen klingt, ich bin einfach hin und weg von diesem Kleinod in Superlage direkt am Lindauer Inselhafen.





Vor kurzem durfte ich an einem Tag mit Dauernieselregen das Hotel besuchen und habe eine anderthalbstündige Führung von der Chefin höchstpersönlich in Anspruch nehmen können. Bis dato kannte ich das Hotel als Tagestourist, der auf der Terrasse Kaffee trinkt; von den durchweg positiven Bewertungen im Internet; von den tollen Prospekten und von meiner Schweizer Bekannten, die, wenn sie am Bodensee ist, hier wohnt. Dadurch habe ich schon mal einen äußerst positiven Eindruck gewinnen können. Doch nichts hat auf so ein individuelles und liebevoll ausgestattetes Hotel hingewiesen, wie ich es jetzt kennenlernen durfte: Ich bin restlos begeistert!
Ich könnte jetzt anfangen und von dem super reichhaltigen Frühstücksbufett, der Freundlichkeit aller Mitarbeiter, der Sauberkeit des gesamten Hotels, der einzigartig ausgestatteten Zimmer und der Vielzahl an Wellness- und Kosmetikbehandlungen schreiben, von dem Segelschiff und dem Motorboot, die man statt eines Hotelzimmers buchen kann usw. Alles ist in meinen Augen erwähnenswert und professionell. Und trotzdem würde das Wichtigste fehlen, was dieses Hotel ausmacht. Gastfreundschaft, Herzblut zur Hotellerie und Liebe zum Detail sind hier nicht nur geschriebene Wörter sondern gelebte Wirklichkeit.




Im gesamten Hotel gibt es dieses Zuhause-Gefühl, das den Aufenthalt so wertvoll macht. Auf jede Kleinigkeit wird geachtet. Auf den Betten liegt ein kleines Büchlein mit Kurzgeschichten und Gedanken, die Schränke sind von innen beleuchtet, das Bett scheint dank eines ausgeklügelten Lichtdesigns in der Luft zu schweben, die Badezimmerspiegel sind zum Schminken von vorne optimal ausgeleuchtet, die Deko ist ein gelungener Mix aus traditionell und modern und weil die Türknäufe anfangs nicht so schön waren, wurden sie kurzerhand ausgetauscht: Zu kleinen stilisierten Muscheln. Und weil in manche Räume besser Silber passt und in anderen ein warmer Goldton vorherrscht, werden die Muscheln halt in beiden Designs gefertigt…Auf alles achtet Frau Nitsche, ihr entgeht nichts, man merkt ihr an, dass sie ihren Beruf liebt. Und dann erzählte sie mir noch in einem Nebensatz, dass sie 5! Kinder hat!

Besonders gut gelungen sind auch die Wellness & Beauty Bereiche. Ganz oben auf dem Dach gibt es einen kleinen Infinity Pool mit Blick auf den Bodensee und die Dächer Lindaus und eine Panorama Sauna, die beim Sonnenuntergang am schönsten ist.




Abends ab halb zehn kann man als Gast die Wellness Bereiche exklusiv mieten und zu zweit oder mit Freunden ungestört entspannen. Im Kosmetikbereich kommen hochwertige Clarins-Produkte zum Einsatz, was relativ selten für ein Hotel-Spa ist, aber auch da hat sich die Chefin nicht beirren lassen, denn diese Marke hat ausgezeichnete Produkte. (Für den Urlaub, aber auch sonst, empfehle ich jedem das Mission Perfect Serum, feuchtigkeitsspendend nach dem Sonnenbaden und zaubert einen perfekten Glow für das 4 Gänge Menu auf der Terrasse).



Es gibt viele verschiedene Packages, auch für Nicht-Hotelgäste, so zB das After Work Package, um nach der stressigen Arbeit abzuschalten und sich etwas besonderes zu gönnen, auch ideal als Geschenk für die Freundin oder Mama.
Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne Gegenstände und Oberflächen anfasse, um die besondere Haptik zu begreifen. So sind für das Helvetia zB alte Hölzer von den Vorarlberger Almhütten behutsam abgebaut worden und haben hier eine neue Heimat gefunden. Je nach Beschaffenheit und der früheren Witterungslage sind sie im Tagungsraum, in den Zimmern oder im Spa Bereich verarbeitet worden. Man sieht ihnen ihr Alter an, haben aber gerade dadurch einen wunderschönen Glanz und sind manchmal kantig und rau oder ganz warm und weich.




Die Lage des Hotels ist natürlich für einen Urlaub am Bodensee wunderbar. Mitten am Inselhafen in Lindau, kaum zu toppen. Mit dem Auto oder den öffentlichen Schiffen kann ich alle Sehenswürdigkeiten gut erreichen und bin schnell auf der gegenüberliegenden Seite des Sees, in der Schweiz oder in Österreich. In knapp 2 h bin ich mit dem Auto in München, wenn mir einmal nach Großstadt zumute ist oder in etwas mehr als einer Stunde in Oberstdorf zum Wandern. Ich überlege schon die ganze Zeit, was mir im Hotel Helvetia nicht gefällt. Doch mir fällt nichts ein. Ein Hotel, dass ich zu 100% empfehlen kann! Für einen Kurzurlaub oder auch für länger, wenn es der Geldbeutel zulässt. Denn ein Schnäppchen ist dieses Boutique Hotel nicht. Aber das Preis- Leistungsverhältnis ist stimmig und jeden Cent wert.
Hier geht es zur Homepage des Hotels. Vielleicht treffen wir uns einmal im Pool oder auf der Terrasse zum Sundowner…










Zum Jahresbeginn wird es auch am See ein bisschen winterlich, ganz leise fällt der Schnee, alles wird weiß und sieht aus wie neu.
An solchen Tagen mache ich es mir gerne zu Hause besonders gemütlich und koche etwas Leckeres zu essen.
Und da Linsen des Schwaben liebstes Gemüse sind, ich mich aber auch nach fast 20 Jahren am See nicht mit dem Klassikern Linsen und Spätzle oder sogar Linsen mit Schäufele anfreunden kann, gibt es bei mir eine andere schwäbische Linsenkreation mit südländischen Einschlag: Linsen-Orangen-Suppe, gewürzt mit Curry und mit Cranberries verfeinert.


Mein Rezept (4 Personen als Vorspeise) dafür geht so:
Zwiebel klein würfeln und in Öl glasig dünsten, Linsen und Curry dazu und ca. 1 Minute mit dünsten. Mit dem Saft und der Brühe aufgießen und 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend mit dem Zauberstab, oder noch besser, mit dem Vitamix fein pürieren, mit Salz und Pfeffer würzen.
Schon fast fertig! Nur noch im Teller anrichten, mit etwas Crème fraiche verfeinern und ein paar Cranberries dazu geben.
Guten Appetit!

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Im Alltag achte ich gerne auf gesunde und regionale Bio-Lebensmittel und kaufe gerne in kleinen Lädchen, beim Bauern direkt, auf Biomärkten oder in Bio-Supermärkten ein. Ich weiß genau, wo es was gibt, kenne die Preise und ruckzuck habe ich das Gewünschte eingekauft.
Im Urlaub habe ich mich aber schon oft dabei ertappt, die Lebensmittel im nächstbesten Laden einzukaufen, einfach, weil es praktisch ist. Wenn ich irgendwo eine Ferienwohnung gemietet habe, ist der Bäcker um die Ecke mein nächstes Anlaufziel. Weil ich keine Lust habe, Nachforschungen anzustellen, ob dieser Bäcker sein Brot noch selber herstellt oder ob er nur noch Teiglinge aufbackt. Oder ob es noch eine Alternative zum Edeka, Lidl, Carrefour oder Migros gibt. Hauptsache praktisch, damit mehr Zeit für die spannenderen Urlaubsaktivitäten übrig bleibt. Natürlich treibe ich mich gerne auf den regionalen Märkten und in den kleinen typischen Lädchen herum, die mein Urlaubsziel zu bieten hat, aber bitte nicht frühmorgens mit knurrendem Magen und ohne meine geliebte Tasse Kaffee gehabt zu haben.
In Überlingen gibt es jedoch für die Urlauber und Einheimischen eine Einkaufsquelle, die mir alles an einem Platz bietet: Bio, wenn es geht regional, nicht zu teuer, große Auswahl und zentral gelegen.

Mitten in Überlingen an einer der Hauptzufahrtstrassen liegt unübersehbar unser Bio-Supermarkt Bio Fritz. Draußen steht immer ein Aufsteller, der die Angebote der Woche preisgibt, so dass ich sehe, was ich günstiger als sonst einkaufen kann. Aber auch sonst ist der Markt nicht so teuer, wie ich es oft von anderen Bio-Anbietern gewohnt bin. Natürlich ist er nicht so billig wie ein Lidl oder Aldi, aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache, es sind ja schließlich Lebensmittel, die ich einkaufen möchte.


Gleich am Eingang befindet sich die Backtheke mit einer Vielfalt von Leckereien, süß oder salzig oder auch Gluten freies wird angeboten. Die Backwaren werden von verschiedenen regionalen Bäckereien geliefert, täglich frisch und gut sortiert. Eine kleine Kaffeetheke lädt zum Verweilen und Probieren ein.
Besonders gerne mag ich die pikanten Quiches, die drei Mal wöchentlich von der Quichelerei Altenbeuren geliefert werden.
Ziemlich groß ist auch die Käsetheke, es gibt einfach alles, vom einfachen Butterkäse, über den würzigen Ziegenkäse bis zu Deutschlands bestprämierten Camembert aus Heggelbach. Die nette Verkäuferin hinter der Theke berät kompetent und hilft bei der Vielfalt gerne weiter.



Groß ist auch die Getränkeauswahl. Wein, Sekt oder anderes alkoholisches ist übersichtlich geordnet und mit kleinen Erläuterungen versehen, so dass ich auch als Laie gut klar komme und den Wein kaufe, der mir sicherlich schmeckt.
Natürlich gibt es auch jede Menge Säfte, Sprudel, Limonaden, Soja-Drinks oder Mandelmilch. Und davon nicht nur 1 Marke, sondern oft mehrere, denn auch da gibt es große Unterschiede.

Alles andere ist natürlich auch vorhanden, eine große Kühl- und Tiefkühlauswahl ist da, frisches Obst und Gemüse, jede Menge Joghurt, Fleisch, Pizza, Gemüse und eine große Auswahl an veganen Produkten aus Soja oder, besonders beliebt, aus Lupinen.
Auch gibt es viele hochwertige Mahlzeiten, die man nur noch kurz erwärmen oder in den Ofen schieben muss, sind besonders praktisch für den Urlaub.
Besonders mag ich, dass ich im Bio Fritz alles finde. Es gibt nicht nur Lebensmittel, sondern auch Waschpulver, Kosmetika, Make up, Kaffee und sogar Tiernahrung. So kann der Urlaub entspannt werden und die Bodensee-Aktivitäten finden genügend Zeit und Platz.
Du findest den Bio Fritz in der Hochbildstrasse 1 in Überlingen, die Öffnungszeiten und die Anfahrt kannst du hier nachschauen. Hinter dem Markt befindet sich ein großer Parkplatz, falls du mit dem Auto kommst.
Kennst du auch den Bio Fritz? Wie gefällt er dir? Ich würde mich über ein like oder einen Kommentar freuen.



Bio Fritz? Wie gefällt er dir? Ich würde mich über ein like oder einen Kommentar freuen.
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Im November und Dezember ist es am Bodensee oft so neblig, dass ich gerne ins nahegelegene Brandner Tal fahre, um Sonne zu tanken und Berge zu gucken.
Ich bin früh morgens in Überlingen im dicksten Nebel losgefahren und nach gut 1,5 h komme ich in Brand an. Wenn es schnell gehen soll mit der Sonne, könnte ich die Bergbahn nehmen und wäre in ein paar Minuten an meinem heutigen Ziel, dem Burtschasattel, auf 1680m im Bergrestaurant Frööd. Doch die Luft ist so klar und frisch, dass ich in gut 2 h den Berg hinaufkraxele. Der Ausblick ist wunderbar und nach einer kurzen Zeit scheint mir die Sonne ins Gesicht, so sehr, dass ich mitten im Dezember im T-Shirt weiterwandern kann.



Um die Mittagszeit komme ich oben an und staune, wie modern so ein Bergrestaurant sein kann. Auch die Speisekarte beinhaltet althergebrachte Gerichte, die aber jung und innovativ zubereitet werden. So gibt es zB Hirschburger, Kartoffel-Kürbis-Strudel und viel Vegetarisches, immer frisch zubereitet und wenn möglich, aus heimischer Region.


Meine Begleitung wählt den Hirsch- und den Frööd Burger, ich schlage beim Kaiserschmarrn zu. Alle Gerichte sind geschmackvoll angerichtet, sehr reichhaltig und lecker. Beim Kaiserschmarrn schmeckt man jedes einzelne Ei heraus, und davon wurde eine Menge verbacken, der Zwetschgenröster als Beilage ist nicht zu süss und die Nachspeise kommt modern auf einem langen eckigen Teller daher. Die beiden Burger sind sensationell saftig, das Brötchen des Frööd Burgers ist außen knusprig und innen fluffig und alle Zutaten sind knackig frisch. Der Hirsch Burger ist ganz besonders, mit frischem Brot, super gewürzt und mit Preiselbeeren und Pommes als Beilage.
Die Preise sind etwas teurer als im Tal, aber man muss sich bewusst sein, dass jede Zutat hier hoch gebracht werden muss und kein Großmarkt um die Ecke liegt.
Nach dem Essen bringt mir die Bedienung noch einen Liegestuhl für die Sonnenterasse , damit ich die Sonne in vollen Zügen genießen kann.

Anschließend gibt es drinnen beim Kamin noch einen leckeren Cappuccino, bevor ich die 8 km den Berg hinunter in Angriff nehme.
Im Winter gibt es verschiedene Events im Frööd, besonders gut gefällt mir die Idee mit dem Bergfrühstück. An 2 Terminen gibt es alles, was das Herz begehrt von 9.00 – 10.30 h für jeweils 19 € pro Erwachsenen. Eine tolle Idee, falls das Wetter am See mal wieder schlecht ist – aber nicht nur dann! Es ist so gemütlich und geschmackvoll dekoriert, dass es wahrscheinlich vielen Skifahrern schwerfällt, nach einem Mittagessen sich wieder auf die Bretter zu schwingen.






Kennt Ihr auch so schöne Berghütten? Ich freue mich auf Eure Kommentare!
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